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Geschichte

Über die Geschichte des Titlis ist ein ganzes Heft der Kulturkommission der Einwohnergemeinde Engelberg erschienen. (Engelberger Dokumente, Heft 20, 1997) Hier erfahren wir auch wie der Titlis zu seinem Namen gekommen ist.

Der Name Titlis
Die früheste Erwähnung des Berges findet sich in einer urkundlich ausgefertigten Grenzbestimmung von 1435.
Titlis Darstellung 1767Darin wird der Grenzverlauf des alten Klosterstaates Engelberg folgendermassen beschrieben: "dem Laubersgrat entlang uff Tüttels Berg und ab Tüttels Berg hin.. uff Yoch." Der etwas sonderbar anmutende Name "Titlis" leitet sich von der charakteristischen Form der obersten Kuppe des Berges ab, welche eigentümlich an die weibliche Brust erinnert. Der mittelhochdeutsche Ausdruck dafür heisst den auch "Düttel" oder "Duttel" und ist heute noch im etwas vulgären Ausdruck"Titten erhalten. (Orig. Auszug aus Engelberger
Dokumente, Heft 20, 1997)l

Eine andere früher vertretene und sich hartnäckig bis heute haltende Erklärung, dass der Name "Titlis" auf eine Alp des Tuotilo zu beziehen sei, entbehrt jeder Grundlage.

Bild:
Seite 11 / Engelberger Dokumente, Heft 20, 1997


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Höhenangaben
Bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde der Titlis vom Zürcher Naturforscher Johann Jakob Scheuchzer kartographisch erfasst. Auf eine Höhenangabe verzichtete er aber.

1763 galt der Titlisberg wie im "Allgemeinen helvetisch Lexikon" beschrieben als einer der höchsten Berge der in den eydgenössischen Landen.

1785 schätzte der Genfer Forscher und Mont-Blanc-Bezwinger Horace-Bénédict De Saussure den Titlis auf 1540 Klafterüber dem Vierwaldstättersee (umgerechnet ca. 3344 m ü.M.) und kam der wirklichen Höhe von 3239 m schon ziemlich nahe.

Ende des 18. Jahrhunderts hat der Bergführer und Titliskenner Jochaim Eugen Müller die Höhe von 3290 m errechnet.

Titlis Darstellung 1796
Bild:
Seite 14 / Engelberger Dokumente, Heft 20, 1997


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Erstbesteigung
Der Titlis wurde bereits 1744 von einer einheimischen Viererseilschaft zum erstenmal bestiegen. Diese Angabe stammt aus einem Brief des Engelberger Subpriors P. Magnus Waser an den Zürcher Geograph Johann Konrad Füssli.



Erschliessung mit Bergbahnen

Rotair Gondel
1912 Bau der Drahtseilbahn Engelberg-Gerschnialp
1927 Bau der Luftseilbahn Gerschnialp-Trübsee
1965 Bau der Luftseilbahn Trübsee-Stand
1967 Bau der Luftseilbahn Stand-Kleintitlis
1992 Neubau der ersten drehbaren Luftseilbahn Rotair


Dies und viele weitere interessante historische Informationen finden sie im Heft "Der Titlis ist schauerlich" von Rolf De Kegel, herausgegeben von der Kulturkommission der Einwohnergemeinde Engelberg aus der Reihe, Engelberger Dokumente, Heft 20, 1997.

Zu beziehen bei:
Kulturkommission Einwohnergemeinde Engelberg
Gemeindehaus
6390 Engelberg

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